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W14 Beobachtung von Feindbewegungen – Die Warttürme

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Gelegentlich standen an solchen Landwehren Beobachtungstürme (Warten), um bei Bewegung fremder Truppen rechtzeitig zu warnen. Besonders im Raum Geseke/Paderborn findet man heute noch einige Warten. Diese, so schreibt E.Lüüs, „bestanden aus einem Turm mit etwa 4m Durchmesser und 10 – 12m Höhe, sowie einer äußeren Ringmauer, die von der Mitte des Turmes ungefähr 6 – 8 m entfernt und etwa 2,50 m bis 4 m hoch war.

Die Warten waren in unruhigen Zeiten durch Wächter besetzt, die bei Annäherung des Feindes ein Rauchsignal oder ein Flaggensignal gaben, so dass diese Zeichen vom Türmer im Turm der (Geseker) Stadtkirche wahrgenommen wurden und die Stadt sich für den nahenden Feind kampfbereit machen konnte.“ (Lüüs, E.) Warttürme und Landwehren halfen den Städten ein weites Gebiet zu kontrollieren, in dem sie vor allem für die Sicherheit der Straßen sorgten. Die warte Lugdal (südwestlich von Geseke) besteht heute nur noch aus den etwa 2 m hohen Fundamenten. Zwei Warten sind aber noch am Hellweg erhalten: die Haxter Warte, etwa 3 km südöstlich von Paderborn (die Aussicht von dort oben ist leider durch hohe Bäume z.T. verdeckt) und die Modexer Warte, etwa 3 km nordöstlich von Brakel direkt neben dem alten Hellweg (heute K 18), ein freistehender Turm mit guter Rundumsicht, der frei zugänglich ist.

Über die Warttürme im Raum Dortmund schreibt Brinkmann: „Einige Durchlässe (gemeint sind Durchgänge durch eine Landwehr) waren auch durch Wachtürme geschützt. Im Süden lag der noch heute vorhandene Steinerne Turm, am Fredenbaum der Fredenturm. Auch an der heutigen Kronenburg und im Osten der Stadt standen Wachtürme. Auf den Türmen waren Tag und Nacht Wächter, die den Türmern auf den Kirchtürmen der Stadt ein Zeichen geben mussten, wenn der Feind zum Kampf gegen die Stadt heranrückte. Auf der Spitze des Turmes erhob sich eine lange Stange. Daran zog der Wächter bei der Annäherung eines Feindes deine dicke eiserne Hohlkugel hoch, die von den Türmern der Stadt gesehen werden konnte. Der Mantel der Kugel hatte viele Löcher, aus denen leicht brennbares Material heraushing. Musste des Nachts gewarnt werden, dann zündete der Wächter den brennbaren Inhalt der Kugel an.“ Brinkmann, A., S. 49/50=