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Westfälische Salzwelten

An der Rosenau 2

59505 Bad Sassendorf

Tel. 02921-94334-35

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Herzlich Willkommen in Soest!

www.wms-soest.de

 

Für die Soester Stadtentwicklung war das Vorkommen von Salzquellen in der Stadt von größter Bedeutung. Bereits im Jahr 973 berichtet ein Reisender von der Salzgewinnung in Soest. Untersuchungen von Holzproben belegen sogar eine verlässliche Datierung für die Existenz einer Soester Salzsaline Ende des 600 Jh. Noch heute weisen Straßennamen wie Salzbrink, Solgasse oder Salzgasse darauf hin. 1981/82 wurden Teile des Soester Sälzerviertels am Kohlbrink durch eine archäologische Ausgrabung nachgewiesen. Dabei konnten über 100 Salzsiedeanlagen freigelegt werden. In einer Abteilung des archäologisch-stadtgeschichtlichen Burghofmuseums werden Techniken und die Bedeutung der Soester Saline für die Stadt vermittelt.

 

Stadtschau Soest

Bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten der Stadt Soest

Burghofmuseum

Webseite des Burghofmuseums

 

Das Burghofmuseum, ein altes Patrizierhaus (1559), zeigt Ausstellungsstücke zur Kunst- und Stadtgeschichte. Unter anderem eine Dauerausstellung mit Kupferstichen von Heinrich Aldegrever.

 

Die Abteilung „Mittelalter“ gliedert sich in drei Bereiche. Zunächst steht die karolingisch-ottonische Zeit  im Vordergrund, in der die Grundlagen für Soests Entwicklung liegen. Eine Saline mit Ursprüngen im 6. Jahrhundert und eine Niederlassung von Buntmetallhandwerkern sind Belege für die sehr frühe Handelstätigkeit in der Stadt Soest. Im nächsten Raum folgt die Entwicklung der Stadt im Hoch- und Spätmittelalter. Als Nebenresidenz des Kölner Erzbischofs war Soest zeitweise die bedeutendste mittelalterliche Stadt Westfalens. Zahlreiche Exponate in Form von Urkunden, die Rechtsaufzeichnungen der Alten Kuhhaut und der Schrae, das älteste Bürgerbuch, Ratsprotokollbücher und andere Schriftzeugnisse dokumentieren die Entwicklung bis zur Soester Fehde (1444 bis 1449), in der sich die Stadt erfolgreich vom Erzbistum löste und dem Herzogtum Kleve anschloss. Der dritte Raum veranschaulicht die Mitgliedschaft Soests im Kaufmanns- und Städtebund der Hanse. Soester Kaufleute pflegten weitreichende Handelsbeziehungen - sie fuhren bis nach Bergen, Visby und Nowgorod. Ein in Soest gefundener Münzschatz und Soester Marktleben sind Zeugnisse des Handelns mit Gütern aus fernen Ländern vor Ort.

  1. Kohlbrink

  2.  

Salz als Grundlage menschlichen Lebens war seit Jahrtausenden teuer gehandeltes Lebensmittel. Für die Soester Stadtentwicklung war das Vorkommen von Salzquellen in der Stadt von größter Bedeutung. Von der Salzgewinnung in Soest berichtet ein arabischer Reisender bereits im Jahre 973. Noch heute weisen Straßennamen wie Salzbrink, Solgasse oder Salzgasse darauf hin. In den Jahren 1981/82 wurden Teile des Soester Sälzerviertels am „Kohlbrink“ durch eine archäologische Ausgrabung erforscht. Hierbei konnten in dem 230 qm großen Grabungsareal über 100 Salzsiedeanlagen frei gelegt werden. Die Öfen, die sich bis in 3,5 m Tiefe nachweisen ließen, waren aus ungebrannten Tonstücken gesetzt. Davor befanden sich 2 bis 3 m große, flache Arbeitskuhlen, von denen aus die 2 bis 2,5 m langen Ofenkanäle befeuert wurden. Hierauf standen ursprünglich die bleiernen Siedepfannen. Flechtwerkkonstruktionen für Windfänge konnten genauso nachgewiesen werden wie Holzpfosten von Überdachungen der Ofenanlagen. Die Untersuchung von Holzproben mit Hilfe der Dendrochronologie (Jahresringmessung von Hölzern) erbrachte schließlich auch eine verlässliche Datierung für die Existenz der Soester Saline bereits um 600 n. Chr.

 

Wann die Soester Salzproduktion aufgegeben wurde, ließ sich auf archäologischem Wege nicht ermitteln. Ab dem 13. Jahrhundert gibt es keine urkundliche Überlieferung mehr für eine Soester Salzsiederei. Dagegen wird im 12. Jahrhundert die Sassendorfer Saline zum ersten Mal erwähnt, die bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts produzierte. Dabei ist festzustellen, dass auch Soester Bürger Sole- und Salzhauseigentum und später auch Siederechte in Sassendorf besaßen und umfangreichen Salzhandel betrieben.

  1. Naturlandschaft Salzbrink

  2.  

Beim Salzbrink handelt es sich um eines der wenigen nicht überbauten Salzquellgebiete in Nordrhein-Westfalen, das früher eine herausragende floristische Bedeutung besaß. Allerdings haben Ablagerungen von Bauschutt und nicht zielkonforme Nutzungsformen dazu geführt, dass die Salzpflanzen vermutlich aus dem Gebiet verschwunden sind. Mit dem Erwerb der zentralen Flächen des Salzbrinks durch die NRW-Stiftung sind inzwischen die Voraussetzungen geschaffen worden, Maßnahmen zu einer möglichen Rekonvaleszenz der Salzflora durchzuführen (Wiederherstellung der ehemaligen Bachniederung und Reaktivierung des noch vorhandenen Diasporenreservoirs). Schutzziel dieser Naturlandschaft sind der Erhalt und die Wiederherstellung eines naturnahen Binnensalzgebietes mit seinen Lebensgemeinschaften, Biotopen und einer Vielzahl schutzwürdiger Arten. Insbesondere der Schutz

 

•    von hochspezialisierten und vom Aussterben bedrohten, salztoleranten/ salzholden Pflanzenarten
•    von Pflanzengesellschaften der Quellen und Gewässer sowie Salzsümpfen, Großseggenrieden, Röhrichten, Hochstaudenfluren und des Grünlandes
•    von seltenen Vögeln, Fischen, Amphibien, Libellen und Wasserinsekten,
•    wegen der extremen Seltenheit, besonderen Eigenart und Schönheit dieser Solquelle in der Soester Börde und ihrer kulturhistorischen Bedeutung.

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